Musikalische Metakreation

Computer und Kreativität erzeugen als Begriffspaar häufig mehr Missverständnisse als Klarheit über ihr Verhältnis zueinander und die daraus erwachsenden Möglichkeitsfelder. Generative musikalische Systeme entwickeln eigenständige Handlungsfähigkeit im kreativen Raum und nehmen die Funktion von Komponistinnen und Komponisten ein. Verschwimmende Grenzen zwischen Körper und Maschine sowie autonome Musikinstrumente fordern auch für Instrumentalistinnen und Instrumentalisten eine Neubestimmung ihrer Rolle im performativen Kontext.

Improvisationsflechtwerk – net:works 15

Am 17. Oktober 2015 wurden im Rahmen des Festivals net:works unter dem Titel Improvisationsflechtwerk die zwei Stücke „Entropie“ und „Blind Date“ in Schwabach aufgeführt. Ort der Performance war der Saal des Stadtmuseums, in dem eine ringförmige Acht-Kanal Lautsprecherinstallation das Publikum und eine kleine Bühne im Zentrum umschloss. „Man muss mutig sein und sich auf Ungewöhnliches,…

BOX {contra} BASS

28. März 2015, Boxwerk München Die Klangimprovisation BOX {contra} BASS versinnbildlichte im Münchner Boxclub BOXWERK mentale und physische Zustände des Kampfes. Ausgangsmaterial bildeten die vorhandenen Klänge des Ortes, die mittels Kontaktmikrofonen von Fitnessgeräten, Glocken und anderen Klangquellen abgenommen und live-elektronisch verarbeitet wieder im Raum wiedergegeben wurden. Einen akustischen Kontrapunkt dazu bildete ein Trio aus Kontrabass, Alphorn…

Entropie

Entropie ist ein kompositorischer Rahmen für eine Improvisationsperformance mit beliebiger Instrumentierung. Es besteht aus zwei Ebenen – synthetisch erzeugte Klangflächen und live-elektronische Verarbeitung der Instrumentalklänge – die immer wieder changierend miteinander in Kontakt kommen. So entsteht ein immersiver Klangraum, in dem sich Spieler wie Zuhörer gleichermaßen platzieren. Was ist Entropie? Häufig verkannt als bloßes Maß der „Unordnung in einem System“ bedeutet sie…

EXPOSÉ: GENETISCHE IMPROVISATION

Untersuchung zu evolutionärer Entwicklungslogik in improvisierten Klangfolgen und deren Anwendbarkeit in künstlicher Kreativität Zusammenfassung Die Nachahmung der Natur wird bereits seit dem Mittelalter als dominierendes ästhetisches Prinzip der Kunst dargestellt und diskutiert (Seidel, 2004). Vor dem Hintergrund der weiterhin andauernden Suche nach einer universellen musikalischen Schaffenstheorie sowie dem Streben der Informatik nach künstlicher Kreativität gewinnt…

GLISSANDO CLUSTER

In einem Workshop zusammen mit Wolfgang Heiniger haben wir verschiedene Annäherungen an das musikalische Glissando als klangliche Geste improvisatorisch erprobt. Mein ferngesteuerter quadrophoner Glissando-Cluster (Max/MSP, Ableton Live & Touch OSC) diente dabei als Rahmen und Impulsgeber für improvisierende Ensemblegruppen.

ELECTRONIC MACROSCOPE

Elektronik-Jazz Projekt Bastus Trump – saxophones, clarinett, comp. Tobias Birke – drums, percussion, didgeridoo Christophe Kalkau – keyboards Max Leiß – electric bass, double bass